Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Alles was nicht mit der Hard- oder Software eines Gerätes als Ganzes zu tun hat.
Welches Bauteil ist äquivalent mit welchem, welche Teilschaltung macht grundsätzlich was?
Antworten
vannachen
Beiträge: 28
Registriert: 23. Mai 2013, 12:19

Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von vannachen »

es gibt einer Gyrator-circuit im lpc1115_io16_up, und sagt: I(3.3V)<25mA.
d.h. wenn Stromverbrauch <80mW(3.3v*25mA) oder <750mW(30v*25mA)?
Mirko
Beiträge: 120
Registriert: 13. Feb 2015, 15:41

Re: Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von Mirko »

Ich vermute auch, dass damit eher die 80mW gemeint sind.
Allerdings hatte ich das einmal mit LTSpice simuliert und der BC547 erreicht die 500mW erst bei etwa 18mA@32V. Für eine lt. Standard erlaubte einfache Buslast von max. 12mA sollte das genügen. Bei angenommenen 50% Wirkungsgrad des Buck-Konverters stünden dann etwa 80mA@3.3V zur Verfügung.
Hältst Du Dich an den KNX-Standard, dann wären das aber nur 12mA bei minimal erlaubten 21V Busspannung und damit nur etwa 40mA@3.3V zulässig.
Doumanix
Beiträge: 436
Registriert: 7. Nov 2017, 16:33

Re: Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von Doumanix »

Ich bin durch eine andere Suche zufällig auf die Antwort von Horst gestoßen: viewtopic.php?p=4795&sid=b63929a88656b0 ... 7d6d#p4795

@Mirko: hier begründet Horst ja, warum aus seiner Sicht der Gyrator eigentlich grundsätzlich keine gute Alternative zur Drossel ist. Das reine Fokussieren auf die Stromaufnahme erscheint mir hier also zu kurz gesprungen.
Mirko
Beiträge: 120
Registriert: 13. Feb 2015, 15:41

Re: Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von Mirko »

Richtig, die max. Flankensteilheit (Stichwort: kontrollierte Eingangsimpedanz) wird mit dem einfachen Gyrator nicht sicher gestellt. Offensichtlich funktioniert es aber in der Praxis, erfüllt aber nicht den Standard.
Bei sehr vielen solcher "Gyrator-Geräte" an einer Linie werden dann die Datenpulse immer schwächer und irgendwann dann nicht mehr erkannt.

Da braucht es wohl ein Gyrator-Redesign ;-)
Doumanix
Beiträge: 436
Registriert: 7. Nov 2017, 16:33

Re: Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von Doumanix »

@Mirko: oooh, Gyrator- / Stromversorgungsredesign hatten wir *leider, leider* gar nicht auf der Rankingliste!
Gibt erst einmal Wichtigeres ;-)

Wichtig für vannachen und alle anderen, die ggf. sich am Gyrator-Design orientiert haben: kann man (du, Mirko?) abschätzen, ab wie vielen Geräten es zu Komplikationen kommen könnte?
Ich würde 40-60 Geräte als "sehr viele" empfinden, bin mir aber nicht sicher, ob das auch dieselbe Dimension "sehr viele" ist, die hier gemeint ist. 40-60 werfe ich in den Ring, weil das, denke ich, locker erreicht werden kann, alleine, wenn man alle Lichtschalter und Reedkontakte mit gyratorbasierten Modulen ausstatten möchte.
Mirko
Beiträge: 120
Registriert: 13. Feb 2015, 15:41

Re: Gyrator nutzt wenn wenig strom?

Beitrag von Mirko »

Horst schreibt ja, dass ein Sendeimpuls durch max. 300mA Last am Bus dargestellt wird, lt. Standard aber mindestens durch einen Strom, der einen Spannungseinbruch von 3V verursacht. Dies wäre bei 30mA erreicht. Die SelfBus-Sendestufe zieht max. 107mA (5.6R Emitter-Widerstand). Wenn ein Gerät nun 12mA Strom zur Versorgung benötigt, der dann bei einem Sendeimpuls auf 0 einbricht, dann wäre bei (107-30)/12, also 6 Geräten Schluss.
Ein reines Tasterinterface benötigt auf der Busseite aber vielleicht nur 1 bis 2mA, was dann 77 bis 36 Geräte bedeuten würde.
Antworten